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48 h Berlin Neukölln - Ausstellung in der Reuterstraße 84

Wer an diesem Samstag die Berliner Reuterstraße entlangläuft, merkt schnell, dass Neukölln wieder im Ausnahmezustand ist. Türen stehen offen, Menschen bleiben stehen, irgendwo entsteht gerade eine Installation aus Dingen, die gestern noch Müll waren. Und im Hinterhaus der Nummer 84 öffnet Rainer Wieczorek sein Atelier – ein Ort, der sich seit Jahren weigert, Kunst als Ware oder als abgeschlossene Form zu behandeln. Die Treppe hinauf führt nicht in einen White Cube, sondern in einen Raum, der eher wie ein soziales Experiment wirkt. Wieczorek nennt das „Gesamtkunstwerk des Sozialen“, und dieser Begriff ist keine poetische Verpackung, sondern eine Haltung. Kunst entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, wo Gesten zählen, wo Teilhabe nicht als pädagogisches Add‑on gedacht wird, sondern als Ausgangspunkt. Im Atelier hängen und stehen Arbeiten aus dem Freundeskreis KUNSTdemokratie – einem solidarischen Netzwerk von Künstlerinnen und Künstlern, das sich nicht über Stil oder Markt definiert, s...
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Finissage „Expanded Field I – Migrating the Colour Fields“

Ein Abend, an dem Chicago und Burgdorf einander näherkamen Die Finissage der Ausstellung „Expanded Field I – Migrating the Colour Fields“ im Kunstraum MITTE37 wurde am 25. Juni zu einem eindrucksvollen Höhepunkt des transatlantischen Symposiums „The Ocean Between 9“. Bereits die Begrüßung durch Kunstraum‑Initiatorin Susanne Schumacher machte spürbar, dass dieser Abend mehr sein würde als ein klassischer Ausstellungsabschluss: Er wurde zu einem Ort der Begegnung, des Austauschs und der künstlerischen Resonanz zwischen Chicago, Burgdorf und Hannover. Ein Wiedersehen – und ein Auftakt voller Energie Symposiumsinitiatorin Marianna Buchwald stellte zu Beginn die anwesenden Künstler*innen vor, deren Werke und Performances die Ausstellung geprägt hatten: Amy Hanks, Daniela Castro, Judith Meyer, Kao Ra Zen, Kathryn Hempel, Kevin B. Chatham, Rychard Syska, Lori Kaplan, Marianna Buchwald, Sarah W. Holmes, Beate Axmann und Takako. Besonders herzlich fiel das Wiedersehen mit Lori Kaplan aus. Ihre ...

Neue Horizonte - Ausstellung in der Mongolei

New Horizons entfaltet sich als ein transkontinentaler Begegnungsraum, in dem zeitgenössische Kunst zur treibenden Kraft kulturellen Verstehens und gemeinsamer Imagination wird. Unter der kuratorischen Leitung von Dr. Müberra Bülbül und der Koordination von Davaasambuu Batnasan versammelt die Ausstellung am 8.–9. Juli 2026 in der Mongol Art Gallery in Ulaanbaatar Künstlerinnen und Künstler aus Asien und Europa, um zu zeigen, wie künstlerische Praxis Grenzen überschreiten und neue Räume des Dialogs eröffnen kann. Eingebettet in die kulturellen Festivitäten der Mongolei versteht sich das Projekt als Einladung, Kunst als universelle Sprache zu begreifen – als Medium, das Welten verbindet und unterschiedliche Perspektiven miteinander in Resonanz bringt. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler – darunter Doris Bocka, Mustafa Bülbül, Thomas Hillebrand, Lars Schumacher, İwa Kruczkowska, Beatriz Ramirez, Brian Testa, Leonor Trindade Sousa, Ayush Dunkhuu, Gan-Ochir Munkhjargal, Namkhaijant...

KUNSTdemokratie in der Berliner Zwitschermaschine - Labor der Teilhabe

In der Berliner Zwitschermaschine eröffnet am 24. Juli 2026 ein Projekt, das Kunst nicht als fertiges Objekt, sondern als lebendigen Prozess versteht. Unter dem Titel KUNSTdemokratie entwickelt der Künstler, Soziologe und Dadasoph Rainer Wieczorek ein zehntägiges Programm, das Kunst als ästhetische und gesellschaftliche Praxis neu verhandelt. Vom 25. Juli bis zum 2. August verwandelt sich der Ausstellungsraum täglich zwischen 16 und 20 Uhr in ein offenes Labor, in dem sich Körper, Stimmen, Gesten, Materialien und soziale Situationen zu einem gemeinsamen Erfahrungsraum verweben. Wieczorek arbeitet seit Jahrzehnten an einem Modell des „sozialen Gesamtkunstwerks“, das die Traditionen der Klassischen Moderne, der Aktionskunst, des Dada und der partizipativen Kunst der 1970er Jahre aufnimmt und in die Gegenwart überführt. Seine künstlerische Haltung richtet sich gegen die Vorstellung eines abgeschlossenen Werkes. Stattdessen entsteht Kunst dort, wo Menschen einander begegnen, wo Differenzen...

Der Kunstraum MITTE37 als transkultureller Resonanzraum

Die Eröffnung von EXPANDED FIELD I – migrating the colour fields im Kunstraum MITTE37 zeigte eindrucksvoll, wie Kunst im 21. Jahrhundert zu einem verbindenden Medium wird, das Menschen, Orte und Perspektiven miteinander in Beziehung setzt. In einer Zeit, in der globale Entwicklungen viele gesellschaftliche Bereiche prägen, entsteht hier ein Raum, in dem künstlerischer Austausch unmittelbar erfahrbar wird. Der Dialog zwischen Chicago und Burgdorf entfaltet sich als Form zeitgenössischer Mikro‑Diplomatie: ein Begegnungsfeld, das nicht durch Institutionen vorgegeben ist, sondern durch Menschen, die künstlerische Prozesse als Brücke zwischen Kulturen verstehen. Bereits zu Beginn der Veranstaltung wurde spürbar, wie sehr dieser Ansatz den Charakter des Kunstraums prägt. Susanne Schumacher, Initiatorin von MITTE37, stellte in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung persönlicher Begegnungen in den Mittelpunkt. Sie verwies auf das 250. Jahr der Vereinigten Staaten und betonte, wie wertvoll es ist, ...

Zeitgenössische Positionen aus Chicago in Burgdorf

  „EXPANDED FIELD I migrating the colour fields“ im Kunstraum MITTE37“ Vom 6. bis 25. Juni 2026 präsentiert der neue Kunstraum MITTE37 in Burgdorf die Ausstellung „EXPANDED FIELD I migrating the colour fields“ und zeigt damit erstmals zwölf zeitgenössische Positionen aus Chicago gemeinsam in Deutschland. Die Schau eröffnet einen transatlantischen Resonanzraum, in dem Kunstschaffende aus Malerei, Performance, Tanz, Musik und Film ihre Arbeiten vorstellen und in direkten Austausch mit dem Publikum treten. Die Ausstellung ist Teil des internationalen Kunstsymposiums THE OCEAN BETWEEN, das seit 2016 von der in Chicago und Hannover wirkenden Künstlerin und Kuratorin Marianna Buchwald geleitet wird. Buchwald versteht den Ozean nicht als trennende Linie, sondern als lebendigen Zwischenraum, in dem künstlerische Energien, kulturelle Erfahrungen und ästhetische Impulse frei zirkulieren. Aus diesem Netzwerk heraus entstanden in den vergangenen Jahren zahlreiche Kooperationen zwischen Chicago...

Hannover - Ausstellungsstandort für "The Ocean Between"

In der Jordanstraße, im charaktervollen Ambiente des Sofa Lofts, entfaltet sich im Juni eine Ausstellung, die weit über das Präsentieren von Kunstwerken hinausgeht. Sie ist Teil des internationalen Symposiums The Ocean Between IX und bildet einen zentralen Ort des Austauschs zwischen Kunstschaffenden aus Deutschland, den USA und verschiedenen afrikanischen Ländern. Dass dieses Projekt durch die Landeshauptstadt Hannover und den Bezirksrat Südstadt‑Bult gefördert wird, unterstreicht die Bedeutung, die Hannover der zeitgenössischen Kunst und der internationalen Vernetzung beimisst. Die Stadt zeigt sich damit als offener, kulturell engagierter Ort, der Kunst nicht nur ermöglicht, sondern aktiv unterstützt. Die Ausstellung im Sofa Loft ist ein lebendiges Feld künstlerischer Handschriften, in dem Malerei, Performance, Film, Lichtkunst, Literatur, Musik und Tanz miteinander in Dialog treten. Auch meine eigenen Miniaturen sind Teil dieses vielschichtigen Raumes. In ihrer kleinen, konzentriert...

KAFKA – International Mail Art Ausstellung

  K AFKA – International Mail Art Ein globales Kunstprojekt zu Ehren eines Autors, dessen Bilderwelt bis heute nachhallt.  2024 jährte sich der Todestag von Franz Kafka zum hundertsten Mal. Ein Jahrhundert später zeigt sich deutlicher denn je, wie unerschöpflich sein Werk Künstlerinnen und Künstler auf der ganzen Welt inspiriert. Kafkas Texte – durchdrungen von psychologischer Schärfe, radikaler Imagination und einer Form, die zugleich schlicht und von enormer Wucht ist – wirken bis heute wie ein offenes Archiv menschlicher Existenz. Seine Welt ist ein Kosmos aus Bildern, die erschüttern und berühren, vertraut und zugleich fremd erscheinen. Wer eine ähnliche Sensibilität teilt, erkennt darin die Schönheit und das Unheimliche des Lebens, eng miteinander verwoben. Ein Projekt, das Grenzen überwindet Die Akademia Sztuk Pięknych im. Jana Matejki w Krakowie widmet sich seit vielen Jahren künstlerischen Projekten, die von Kafkas Aphorismen aus „Rozważania o grzechu, cierpieniu,...

Kunstraum Mitte37

Der Kunstraum MITTE37 soll ein Ort werden, an dem Kunst nicht nur gezeigt wird, sondern gemeinsam gedacht, ausprobiert und weiterentwickelt werden kann. Hier soll ein Raum entstehen, in dem Menschen zusammenkommen, die neugierig sind – auf Bilder, auf Geschichten, auf neue Perspektiven und vielleicht auch auf sich selbst. Aus dem Atelier der Künstlerin Susanne Schumacher heraus wird sich ein hybrider Ort entwickeln, der bewusst offen bleibt: für Experimente, für Begegnungen, für spontane Ideen und für Projekte, die vielleicht erst im Gespräch entstehen. MITTE37 soll kein klassischer White Cube sein und auch keine abgeschlossene Galerie. Vielmehr wird er sich mit jeder Ausstellung, jedem Besuch und jeder neuen Idee verändern. Mal wird er Atelier sein, mal Bühne, mal Wohnzimmer, mal Labor. Und immer soll er ein Ort werden, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen – über Kunst, über das Leben, über das, was uns bewegt. Wer hier künftig ausstellt, mitarbeitet oder einfach vorbeischa...

„Alle gegen Alle“ Ausstellung in der Eisfabrik Hannover

Eröffnung der zweiten „Alle gegen Alle“ Ausstellung in der Eisfabrik Hannover Am 11. Dezember 2025, wurde in der Weißen Halle der Eisfabrik Hannover (Seilerstraße 15F, 30171 Hannover) die Ausstellung „Alle gegen Alle“ eröffnet – ein Format, das durch seine radikale Offenheit und demokratische Haltung begeistert. Das Konzept der Veranstalter- Kunstschaffendengruppe Kong (unter Leitung von Anton Riebe) ist ebenso einfach wie ungewöhnlich: - Es gibt keine Jury und keine Vorauswahl. - Jede*r, der ein Werk einreicht – ob Malerei, Skulptur, Installation, Keramik oder Fotografie – darf es selbst in der Halle platzieren, solange Platz vorhanden ist. - Die Künstler*innen gestalten ihre Präsentation eigenständig, die Ausstellung bleibt unzensiert und ungeschönt. So entsteht ein überwältigendes Panorama der lokalen Kunstszene: Farben, Formen und Sujets begegnen sich frei und gleichberechtigt. Besucher*innen erleben eine Atmosphäre von Vielfalt, Freude und gegenseitigem Verständnis, die den Geist ...