New Horizons entfaltet sich als ein transkontinentaler Begegnungsraum, in dem zeitgenössische Kunst zur treibenden Kraft kulturellen Verstehens und gemeinsamer Imagination wird. Unter der kuratorischen Leitung von Dr. Müberra Bülbül und der Koordination von Davaasambuu Batnasan versammelt die Ausstellung am 8.–9. Juli 2026 in der Mongol Art Gallery in Ulaanbaatar Künstlerinnen und Künstler aus Asien und Europa, um zu zeigen, wie künstlerische Praxis Grenzen überschreiten und neue Räume des Dialogs eröffnen kann. Eingebettet in die kulturellen Festivitäten der Mongolei versteht sich das Projekt als Einladung, Kunst als universelle Sprache zu begreifen – als Medium, das Welten verbindet und unterschiedliche Perspektiven miteinander in Resonanz bringt. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler – darunter Doris Bocka, Mustafa Bülbül, Thomas Hillebrand, Lars Schumacher, İwa Kruczkowska, Beatriz Ramirez, Brian Testa, Leonor Trindade Sousa, Ayush Dunkhuu, Gan-Ochir Munkhjargal, Namkhaijant...
Wer an diesem Samstag die Berliner Reuterstraße entlangläuft, merkt schnell, dass Neukölln wieder im Ausnahmezustand ist. Türen stehen offen, Menschen bleiben stehen, irgendwo entsteht gerade eine Installation aus Dingen, die gestern noch Müll waren. Und im Hinterhaus der Nummer 84 öffnet Rainer Wieczorek sein Atelier – ein Ort, der sich seit Jahren weigert, Kunst als Ware oder als abgeschlossene Form zu behandeln. Die Treppe hinauf führt nicht in einen White Cube, sondern in einen Raum, der eher wie ein soziales Experiment wirkt. Wieczorek nennt das „Gesamtkunstwerk des Sozialen“, und dieser Begriff ist keine poetische Verpackung, sondern eine Haltung. Kunst entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, wo Gesten zählen, wo Teilhabe nicht als pädagogisches Add‑on gedacht wird, sondern als Ausgangspunkt. Im Atelier hängen und stehen Arbeiten aus dem Freundeskreis KUNSTdemokratie – einem solidarischen Netzwerk von Künstlerinnen und Künstlern, das sich nicht über Stil oder Markt definiert, s...