Direkt zum Hauptbereich

Kunst aus dem Postkasten - Marktspiegel

Am Samstag, dem 15. August 2026, ist im Marktspiegel ein ausführlicher Artikel über die Ausstellung Kunst aus dem Postkasten erschienen – ein Beitrag, der die Idee der internationalen Mail Art und die besondere Sammlung von Susanne Schumacher eindrucksvoll sichtbar macht. Für diese wertschätzende Berichterstattung möchten wir uns herzlich bedanken.

Die Redaktion hat die Essenz des Projekts präzise eingefangen: Mail Art ist ein weltumspannender Dialog, ein künstlerisches Netzwerk, das nicht über digitale Kanäle, sondern über den physischen Weg der Post entsteht. Jede Sendung ist Spur, Geste, Begegnung – und zugleich ein Stück gelebter Kunstgeschichte. Der Artikel zeigt, wie vielfältig und überraschend diese Arbeiten sind: Collagen, Briefmarkenassemblagen, Miniaturen, Zeichnungen, konzeptuelle Beiträge und poetische Postkarten aus aller Welt.

Im Kunstraum MITTE37 werden diese Werke derzeit in einer konzentrierten, atmosphärischen Präsentation gezeigt. Die Ausstellung macht sichtbar, wie Mail Art seit Jahrzehnten Grenzen überwindet, Menschen verbindet und ein Archiv kollektiver Kreativität bildet. Dass der Marktspiegel dieses besondere Format aufgegriffen hat, ist ein wichtiges Zeichen für die kulturelle Vielfalt in Burgdorf und die Bedeutung unabhängiger Kunstorte.

Wir danken der Redaktion für die Aufmerksamkeit, die sorgfältige Darstellung und die Unterstützung lokaler Kulturinitiativen.

Solche Beiträge tragen dazu bei, dass Kunst nicht nur gesehen, sondern verstanden wird – und dass Projekte wie Kunst aus dem Postkasten ihren Weg zu neuen Besucherinnen und Besuchern finden.

___________


Was all diese Künstler*innen verbindet – von Alfonso Caccavale bis Vittore Baroni, von Bindu PV bis Ruth Wolf Rehfeldt, von Mustafa Cevat Atalay bis Susanne Schumacher – ist ein gemeinsamer Geist: die Freude am Austausch, die Neugier auf andere Handschriften und die Überzeugung, dass Kunst dort entsteht, wo Menschen miteinander in Verbindung treten.

In der Ausstellung „Sammlung Schumacher I – Mail Art Across Continents“ im Kunstraum MITTE37 wird dieser Geist sichtbar. Die Werke, die aus jahrzehntelangen Korrespondenzen stammen, tragen Spuren aus vielen Ländern, Kulturen und künstlerischen Traditionen. Sie zeigen, wie lebendig und offen die Mail Art bis heute ist – eine Kunstform, die Grenzen überwindet, Freundschaften stiftet und kreative Impulse über Kontinente hinweg verschickt.

Für Burgdorf bedeutet diese Ausstellung etwas Besonderes: Sie bringt die Welt in die Mittelstraße 37 und zeigt, wie ein lokaler Ort zu einem globalen Resonanzraum werden kann. Die Nachbarschaft erlebt, dass ein kleiner Kunstraum internationale Netzwerke sichtbar macht und Künstler*innen aus aller Welt zusammenführt.

Die Beteiligten – ob aus Kanada, Japan, Italien, Brasilien, Deutschland oder den USA – freuen sich, Teil dieses Geflechts zu sein. Ihre Arbeiten stehen nicht nebeneinander, sondern miteinander: als Mosaik, als Dialog, als lebendiger Organismus aus Ideen, Stempeln, Collagen, Zeichnungen und spontanen Impulsen.

MITTE37 schafft damit einen Raum, der Burgdorf stolz machen darf: einen Ort, an dem Kunst nicht exklusiv ist, sondern einladend; nicht abgeschlossen, sondern offen; nicht distanziert, sondern nahbar. Die Ausstellung zeigt, wie viel Kraft in der Beziehungskunst der Mail Art steckt – und wie inspirierend es ist, wenn diese Kraft mitten in unserer Stadt sichtbar wird.

Die Ausstellung ist weiterhin geöffnet nach Vereinbarung und lädt alle Burgdorfer*innen ein, in dieses internationale Netzwerk einzutauchen und die Vielfalt der Mail Art selbst zu erleben.

MITTE37 Kunstraum in Burgdorf, Mittelstraße 37, 31303 Burgdorf, Tel.:  05136 7321

Alfonso Caccavale, Bindu PV, Alexander Limarev, Domenico Severino, Angela Netmail, Anja Mattila Tolvanen, Anna Banana, Anna Boschi, Artheka 32, Asma Ounine, Bruno Chiarlone, C Mehrl Bennett, Cannelle Tanc, Carmen Heemels, Clemente Padin, Cotellessa Giuliano, Dame Mailarta, Darling Darlene, David Dellafiora, Dórian Ribas Marinho, Eberhard Janke, Ed Hanssen, Enzo Correnti, Frederic Vincent, Friedrich Schumacher, Fulgor C. Silvi, _guroga, Giovanni Donaudi, Giovanni Stradada, Hans Braumüller, Hans Heß, Hikmet Sahin, Horst Tress, Jack Seiei, James Gillen, Johann Leschinkohl, José Luis Alcalde Soberanes, Juri Gik, Keiichi Nakamura, Kevin Geronimo Brandtner, Kulturzentrum Büz Minden, Lancillotto Bellini, Lara Favaro, Lars Schumacher, Lutz Anders, Lutz Wohlrab, Magda Lagerwerf, Maks Dannecker, Meral Agar, Michelle Gendreau, Mikel Untzilla, Monsenhor enVide neFelibata, Mustafa Cevat Atalay, Nicola Winborn, Noriko Shimizu, Peter Küstermann, Picasso Gaglione, Pier Roberto Bassi, Rainer Wieczorek, Reiner Langer, Renata Stradada, RF Côté, Rittiner & Gomez, Roberto Scala, Ruggero Maggi, Ruth Wolf Rehfeldt, Ryosuke Cohen, Sabela Baña, Sait Toprak, Sandro Bongiani, Sergio Guerrini, Serse Luigetti, Sharon Silverman, Stefan Balog, Susan Gold, Susanne Schumacher, Tiziana Baracchi, Tohei Mano, Vittore Baroni


Beliebte Posts aus diesem Blog

Postkunst auf Festival in Polen - PO-MOSTY 2025

In einer Welt, die von digitalen Reizen überflutet wird, wirkt Mail Art fast wie ein poetischer Anachronismus – und doch ist sie aktueller denn je. Auf dem diesjährigen internationalen Festival der visuellen Künste PO-MOSTY WIELOKULTUROWOŚCI in Częstochowa und Zawiercie nimmt Mail Art - Postkunst, eine besondere Rolle ein: als Medium der Verbindung, als künstlerischer Brief zwischen Kulturen und als stiller Protest gegen das Vergessen. Was ist Mail Art?  Mail Art – oder Postkunst – ist eine Kunstform, die seit den 1960er Jahren existiert und sich über das Versenden von Kunstwerken per Post definiert. Es geht nicht nur um das Objekt selbst, sondern um den Akt des Sendens, des Teilens, des Kommunizierens. In Zeiten von Algorithmen und automatisierten Nachrichten ist Mail Art ein zutiefst menschlicher Ausdruck. Mail Art auf dem Festival: Brücken aus Papier - Im Rahmen von PO-MOSTY 2025 wurde ein internationales Mail-Art-Projekt initiiert, das Künstler:innen aus über 40 Ländern einlädt...

Fluxus 2025 – Ja, dann ist das so!

Fluxus 2025 – Ja, dann ist das so! Eine Ausstellung zwischen Chicago und Hannover – ein Zustand im Fluss. Fluxus ist mehr als ein Kunstbegriff – es ist eine Haltung, ein Impuls, ein Widerspruch gegen das Etablierte. Seit den frühen 1960er-Jahren steht Fluxus für die Auflösung von Grenzen: zwischen Kunstformen, zwischen Künstler:innen und Publikum, zwischen Kunst und Leben selbst. Der Begriff, geprägt von George Maciunas, bedeutet „fließen“ – und genau dieses Prinzip zieht sich durch die Geschichte und Gegenwart der Bewegung. Nach der eindrucksvollen Präsentation in Chicago im August 2025, bei der die Chicago Danztheatre Ensemble zur Bühne für Installationen, Performances und interaktive Momente wurde, setzt sich die Reise von Fluxus nun in Hannover fort. Am 6. und 7. September 2025 öffnet die Kunst & Musik Etage Hannover ihre Türen für die Ausstellung „Fluxus 2025 – Ja, dann ist das so!“, Initiiert von Lars Schumacher die im Rahmen des renommierten ZINNOBER Kunstfestivals gezeigt w...

Neue Horizonte - Ausstellung in der Mongolei

New Horizons entfaltet sich als ein transkontinentaler Begegnungsraum, in dem zeitgenössische Kunst zur treibenden Kraft kulturellen Verstehens und gemeinsamer Imagination wird. Unter der kuratorischen Leitung von Dr. Müberra Bülbül und der Koordination von Davaasambuu Batnasan versammelt die Ausstellung am 8.–9. Juli 2026 in der Mongol Art Gallery in Ulaanbaatar Künstlerinnen und Künstler aus Asien und Europa, um zu zeigen, wie künstlerische Praxis Grenzen überschreiten und neue Räume des Dialogs eröffnen kann. Eingebettet in die kulturellen Festivitäten der Mongolei versteht sich das Projekt als Einladung, Kunst als universelle Sprache zu begreifen – als Medium, das Welten verbindet und unterschiedliche Perspektiven miteinander in Resonanz bringt. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler – darunter Doris Bocka, Mustafa Bülbül, Thomas Hillebrand, Lars Schumacher, İwa Kruczkowska, Beatriz Ramirez, Brian Testa, Leonor Trindade Sousa, Ayush Dunkhuu, Gan-Ochir Munkhjargal, Namkhaijant...