Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler – darunter Doris Bocka, Mustafa Bülbül, Thomas Hillebrand, Lars Schumacher, İwa Kruczkowska, Beatriz Ramirez, Brian Testa, Leonor Trindade Sousa, Ayush Dunkhuu, Gan-Ochir Munkhjargal, Namkhaijantsan Rinchin-Ochir, Purevsuren Javkhlant, Erika İsalberti, Odette Laramee, Frauke Seeman, Angela Thouless, Sarah Raluca Miulescu, Maria Heed, Mariola Szreiber, Felix Enrique Garcia, Francesc Sancesz Macias, Jung Chih Chang und Andrea Kraus – bringen ein breites Spektrum visueller Sprachen ein, geprägt von kultureller Erinnerung, persönlichen Erfahrungen und kollektiven Visionen. Ihre Werke eröffnen ein vielschichtiges Gespräch über Identität, Zugehörigkeit und Transformation und spiegeln die Komplexität einer Welt wider, die sich in stetigem Wandel befindet.
Wo Kunst traditionell nicht als abgetrennter Bereich, sondern als gelebter Bestandteil des Alltags verstanden wird, entfaltet New Horizons eine besondere Resonanz. Kreativität ist hier tief verwurzelt in nomadischen Lebensweisen, naturphilosophischen Vorstellungen und intuitiven Ausdrucksformen. Die Mongol Art Gallery, eine der aktivsten Institutionen für zeitgenössische Kunst des Landes, verkörpert diesen Geist der Offenheit. Seit ihrer Gründung im Jahr 2019 hat sie sich zu einem zentralen Ort des kulturellen Austauschs entwickelt – mit Ausstellungen, Workshops, Forschungstreffen und Bildungsprogrammen, die lokale Traditionen mit globalen Diskursen verbinden. Ihr fünfstöckiges Gebäude mit Ateliers, Seminarräumen und flexiblen Ausstellungshallen spiegelt die Vielfalt der Stimmen wider, die sich in dieser Ausstellung begegnen.
Vor diesem Hintergrund wird New Horizons zu mehr als einer Präsentation von Kunstwerken: Die Ausstellung wird zu einem Raum der Begegnung, in dem mongolische Weltanschauungen mit internationalen Perspektiven verschmelzen und in dem Tradition und Moderne nicht als Gegensätze erscheinen, sondern als ineinander verwobene Kräfte. Die künstlerischen Positionen greifen die experimentelle, gesellschaftlich engagierte Energie der zeitgenössischen Kunstszene Ulaanbaatars auf, die seit den 1990er-Jahren von konzeptuellen Ansätzen, ökologischen Fragestellungen und politischer Reflexion geprägt ist. In einer Stadt, die sich rasant wandelt, thematisieren Künstlerinnen und Künstler Übergänge, Identität und das fragile Verhältnis zwischen Mensch und Natur – Impulse, die unmittelbar in die Ausstellung einfließen.
Dr. Bülbüls kuratorische Perspektive versteht New Horizons als Symposium der Stimmen, in dem Dialog sowohl Methode als auch Ergebnis ist. Jedes Werk wird zu einem Verbindungspunkt, der zeigt, wie kulturelle Vielfalt nicht als Trennung, sondern als gemeinsame Ressource verstanden werden kann. So spiegelt die Ausstellung die Rolle wider, die zeitgenössische Kunst in der Mongolei heute einnimmt: als Brücke zwischen tradiertem Wissen und globalen Diskursen, als Impulsgeberin in einer sich wandelnden Gesellschaft und als Medium, das gegenseitiges Verständnis fördert.
Im Rahmen der Greatest Mongolia Art Expo, die am 8.–9. Juli 2026 stattfindet und von Culture Art Design in Zusammenarbeit mit der Mongol Art Gallery organisiert wird, lädt New Horizons dazu ein, die Möglichkeiten kulturellen Austauschs neu zu denken. Weitere Informationen sind über info@cultureartdesign.net und nomartbatna@gmail.com erhältlich; zusätzliche Details finden sich auf www.cultureartdesign.net.