Die Wanderschaft des Perforators Emil Kahle Der Perforator aus der Maschinenfabrik Emil Kahle in Leipzig Paunsdorf gehört zu den langlebigen technischen Geräten des grafischen Gewerbes, die über mehrere Generationen hinweg genutzt wurden. Das Modell mit einer Arbeitsbreite von 600 mm, einer Punktperforation von etwa 1 mm Durchmesser und einem Gewicht von rund 200 Kilogramm wurde vermutlich Mitte der 1930er Jahre hergestellt, bevor die Firma 1939 aus dem Handelsregister gelöscht wurde. Maschinen dieser Art kamen in Druckereien, Buchbindereien und grafischen Werkstätten zum Einsatz, wo sie für die Herstellung von Formularen, Wertzeichen, Heftstreifen oder perforierten Druckerzeugnissen genutzt wurden. In den 1970er Jahren gelangte der Perforator in das Atelier des Mindener Künstlers Josef „Jo“ Klaffki. Klaffki, 1943 in Ostpreußen geboren, hatte zunächst eine Schlosserlehre absolviert und anschließend an der Berliner Kunstakademie Grafik Design und Malerei studiert. Seine technische ...
Fluxus, Mail Art, Conceptual Art & Fotografie