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LADY MADONNA – Den Bosch / NL

Das Jheronimus Bosch Art Center in ’s‑Hertogenbosch hat allen Teilnehmer*innen des internationalen Mail‑Art‑Projekts „Lady Madonna“ die Ausstellungskataloge zugesandt und damit ein eindrucksvolles Dokument geschaffen, das die Vielfalt und Ausdruckskraft der eingereichten Arbeiten sichtbar macht. Die Publikation würdigt zugleich die kuratorische Initiative von Mii Colori und seinem Team „Lady Madonna“, die das Projekt konzipiert und realisiert haben. Die Ausstellung, die bis zum 6. Januar 2019 zu sehen war, stellte einen außergewöhnlichen Dialog zwischen historischer Ikonografie und globaler Gegenwartskunst her und zeigte, wie das Motiv der Madonna als kulturelle Figur, spirituelle Projektionsfläche und künstlerischer Archetypus in der offenen Struktur der Mail Art neu interpretiert werden kann. Das Jheronimus Bosch Art Center, untergebracht in einer ehemaligen Kirche, verbindet sakrale Architektur mit multimedialen Installationen, Reproduktionen in Originalgröße und internationalen Ausstellungen und ist bekannt dafür, historische Bildwelten mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen zu verschränken. Diese kuratorische Haltung macht den Ort zu einem Resonanzraum für Projekte, die sich mit Spiritualität, Transformation, Körperbildern oder ikonografischen Traditionen beschäftigen und die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewusst öffnen. Das Madonna‑Projekt, organisiert von Mii Colori und seinem Team, vereinte Beiträge aus zahlreichen Ländern und zeigte, wie das Motiv der Madonna als globales Symbol verstanden werden kann – als kulturelles Zeichen, spirituelle Figur, femininer Archetypus und weltweit geteiltes Ikonogramm. Die eingereichten Arbeiten reichten von Collagen und Assemblagen über fotografische Interpretationen und Stempelkunst bis hin zu konzeptuellen Postkarten und experimentellen grafischen Arbeiten und verdeutlichten, wie Mail Art als demokratisches Medium transkulturelle Bilddiskurse ermöglicht. Die Ausstellung zeigte die Madonna nicht als festgelegtes religiöses Motiv, sondern als offene kulturelle Figur, die sich durch die Vielfalt der Einsendungen ständig neu formt und deren Bedeutung sich im globalen Austausch erweitert. Das Projekt ist kunsthistorisch bedeutsam, weil es ikonografische Tradition mit zeitgenössischer, nicht‑hierarchischer Kunstproduktion verbindet, die Madonna als globales Symbol sichtbar macht und zeigt, wie Mail Art transkulturelle Dialoge ermöglicht. Es knüpft an Orte wie das Jheronimus Bosch Art Center an, die historische Bildwelten für die Gegenwart öffnen und Kunst als transkulturellen Dialograum begreifen. Beide Kontexte – das Bosch Art Center und das Madonna‑Projekt – teilen eine kuratorische Haltung, die ikonografische Traditionen mit zeitgenössischen Interpretationen verbindet, die Offenheit und Vielfalt globaler künstlerischer Netzwerke betont und Kunst als lebendigen Austausch versteht. Damit ist das Madonna‑Projekt ein exemplarisches Beispiel für jene Form zeitgenössischer Bildproduktion, die im Bosch Art Center kuratorisch anschlussfähig ist und die historische Ikonografie, globale Vernetzung und künstlerische Freiheit miteinander verbindet.

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The Jheronimus Bosch Art Center was sending the catalogs to the participants of the Madonna project. It is very nice work of all participants and of Mr. MiI Colori and his Team – Thank you very much for exhibit my work and sending my this beautiful catalog of the Exhibition „Lady Madonna“. The exhibition runs til the 6. January 2019

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