Das CAMEO Kollektiv, ein Zusammenschluss junger Kulturschaffender mit Fokus auf soziale Räume, Alltagsästhetiken und experimentelle Formen visueller Narration, nutzt die EXPO‑Plaza als offenen Resonanzraum. Die Präsentation ist Teil eines temporären Container‑Ensembles, das als bewusst niedrigschwelliger Ausstellungsort fungiert und die Grenzen zwischen Dokumentation, sozialer Skulptur und urbaner Intervention verwischt. Die Entscheidung, die Arbeiten in einem Container zu zeigen, verweist auf Mobilität, Wandel und die Fragilität von Heimatbegriffen – zentrale Themen der Serie Burgdorfer Land. Die Fotografien von OKOK TELEVISION bewegen sich zwischen dokumentarischer Genauigkeit und subjektiver Verdichtung und machen das Burgdorfer Land als kulturellen Resonanzraum sichtbar: eine Landschaft zwischen Kleinstadt, Naturraum und sozialer Mikrogeschichte.
Vor Ort begleitet ein engagiertes Team des CAMEO Kollektivs die Ausstellung und erweitert die fotografische Präsentation um eine soziale Dimension. Gespräche, Vermittlung und spontane Begegnungen erzeugen eine vielschichtige Erzählung über Zugehörigkeit, regionale Identität und die Rolle der Fotografie als demokratisches Medium. In diesem Zusammenspiel entsteht ein Raum, in dem Bildproduktion und soziale Interaktion ineinandergreifen.
Ein ikonisches Motiv aus Burgdorf ist ebenfalls Teil der Ausstellung: der Turm der St.-Pankratius‑Kirche, ein historisches Wahrzeichen, das in der Serie als visuelle Ankerstelle fungiert. Seine Präsenz markiert die Verbindung zwischen lokaler Geschichte und zeitgenössischer Bildproduktion und verweist auf die Frage, wie Orte zu kulturellen Identifikationspunkten werden.
Besonders hervorzuheben ist die Verbindung zur internationalen Kunstinitiative showing me home, einem Projekt, das Menschen weltweit einlädt, persönliche Vorstellungen von Heimat zu teilen. Die fotografischen Arbeiten von OKOK TELEVISION korrespondieren mit diesem Ansatz, indem sie das Burgdorfer Land nicht als statischen Ort, sondern als lebendigen, subjektiv erfahrenen Raum zeigen – als bewegtes Bild, als Landschaft im Übergang, als Ort, der sich durch die Menschen definiert, die ihn bewohnen, durchqueren oder verlassen. Die Ausstellung auf der EXPO‑Plaza wird so zu einem Knotenpunkt zwischen lokaler Dokumentation und globalen Heimatdiskursen.
Weitere Informationen zu den beteiligten Projekten und zur fotografischen Praxis von Lars Schumacher und Susanne Schumacher finden sichim Internet, sowie im begleitenden Blog, der Hintergründe der Serie dokumentiert und Einblicke in die Produktionsprozesse gibt.
"showing me home" Kunstprojekt -
LINK: https://wordpress.com/view/showingmehome.com
LINK zum CAMEO KOLLEKTIV


