Interaktive Kunst eröffnet Räume gemeinsamer Wahrnehmung und verbindet Menschen, Objekte und digitale Impulse zu einem fortlaufenden Prozess. Sie macht erfahrbar, dass jede künstlerische Handlung Teil eines größeren Gefüges ist, in dem sich Bedeutungen durch Beteiligung erweitern. Technologie wirkt dabei als präzise eingesetztes Medium, das die Intensität eines Werkes steigert und seine Reichweite öffnet, ohne den menschlichen Austausch zu überlagern.
In diesem Verständnis bewegt sich die künstlerische Praxis von Lars Schumacher, dessen Arbeiten sich im Feld der interaktiven Kunst, der Sozialen Plastik und der sogenannten Schwarmkunst verorten. Seine Projekte entstehen aus dem Dialog zwischen künstlerischer Intention und öffentlicher Resonanz und greifen auf Ausdrucksformen zurück, die sich fotografisch, installativ und kommunikativ entfalten. Zum Tag der Kunst am 17. Januar 2018 entwickelte Schumacher gemeinsam mit der Fotografin Susanne Schumacher ein interaktives Projekt, das die fotografische Oberfläche als Einladung zur Beteiligung versteht. Die Bildräume öffnen sich für Betrachterinnen und Betrachter, die durch ihre eigene Wahrnehmung neue Ebenen des Werkes hervorbringen.
Parallel dazu nahmen beide Künstler am internationalen Projekt CHECKPOINT teil, einem interkulturellen Buchprojekt mit Beiträgen aus Italien und mehreren europäischen Ländern. CHECKPOINT versteht das Buch als lebendiges Medium, das künstlerische Positionen miteinander verknüpft und in eine fortlaufende Sequenz überführt. Die einzelnen Arbeiten treten in Beziehung zueinander, bilden Übergänge und schaffen ein gemeinsames visuelles Narrativ. Die Präsentation des Projekts in Venedig verlieh diesem Ansatz eine besondere Strahlkraft: Die entstandenen Bücher verbleiben dort dauerhaft und bilden ein wachsendes Archiv zeitgenössischer interaktiver Kunst.
Eine wichtige Rolle spielt in diesem Kontext die venezianische Künstlerin Tiziana Baracchi, deren Arbeiten seit vielen Jahren die internationale Mail‑Art‑Szene prägen. Baracchi integriert interaktive Elemente als Erweiterung ihrer Projekte und nutzt digitale oder technische Komponenten, um die Wahrnehmung zu intensivieren. Ihre Installationen und Buchobjekte laden zu Handlungen ein, die das Werk in Bewegung versetzen und die Beziehung zwischen Objekt und Publikum vertiefen.
Die Projekte von Lars Schumacher, Susanne Schumacher und Tiziana Baracchi stehen in einer Linie mit historischen und zeitgenössischen Strömungen wie Fluxus, Mail Art und der Sozialen Plastik. Sie betonen die Kraft kollektiver Prozesse, die Offenheit künstlerischer Systeme und die Bedeutung von Interaktion als ästhetischem Prinzip. In ihrer Verbindung von Materialität, Kommunikation und transnationaler Zusammenarbeit entfalten sie eine kuratorische Qualität, die sich nahtlos in internationale Diskurse einfügt
Eine Reihe von Ausdrucksformen, die in unterschiedlichen Erscheinungen auftreten initiiert oder beteiligt sich Lars Schumacher in interaktiven Kunstprojekten, Sozialen Plastiken oder sogenannter Schwarmkunst. Zum Tag der Kunst, dem 17. Januar 2018 wurde zum einen zusammen mit der Fotografin Susanne Schumacher ein interaktives Projekt initiiert und bei einem anderen Projekt interagiert.
An dem Projekt „CHECKPOINT“ nahmen Lars Schumacher und Susanne Schumacher mit je drei Arbeiten teil. CHECKPOINT ist ein interkulturelles und interaktives Buchprojekt mit Beteiligung von Künstlerinnen und Künstler aus Italien und einiger europäischer Länder zum Tag der Kunst am 17. Januar 2018.
Die venezianische Künstlerin Tiziana Baracchi nutzt das interaktive Elemente als Ergänzung und setzt dieses für ihre Projekte ein, wenn es notwendig ist das Gesamterlebnis aufzuwerten. In vielen Ihrer Projekte ist die Interaktivität eine Art von Handlung oder Reaktion zwischen dem (Kunst-)Objekt oder der Person und/oder der Installation und es sollte technisch oder digital sein. Das Projekt wurde in einer Feierstunde Interessierten in Venedig vorgestellt. Die entstandenen Bücher zu diesem Projekt verbleiben dauerhaft in Venedig.
