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HOPE - FAITH - LOVE * HANNOVER

Der MailArt, Postkunst, hat sich die Burgdorferin Susanne Schumacher, kürzlich angenommen hat. Von Sonnabend, 6. , bis Mittwoch, 31.Januar, ist ihr internationales MailArt-Projekt "HOPE - FAITH - LOVE" mit Arbeiten von 151 TeilnehmerInnen aus 31 Nationen in der Galerie Boesner, in der Bornumer Straße 164 in Hannover zu bestaunen. Und zwar montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr, sowie sonnabends von 10 Uhr  bis 16.30 Uhr.
Zu sehen gibt es Kommunikation via Kunst: Per Post versandte Briefe, Karten und Objekte zählen ebenso dazu wie Dokumentationen von Kunstprojekten, die von den MailArt-Künstlern versandt, gesammelt und archiviert werden. Auch im Zeitalter der digitalen Kommunikation artikulieren die MailArt-Macher ihre Positionen ausschließlich per Post. Die Schau zeigt die Arbeiten von 151 KünstlerInnen aus 31 Ländern, welche Beiträge zum dem Motto: „Glaube Liebe Hoffnung - HOPE FAITH LOVE“ gestalteten.  

Susanne Schumacher beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dieser Kunstform. Mit ihren Arbeiten wird sie bereits jetzt einer neuen Generation der Fluxus-Bewegung zugeordnet. Fluxus ist eine Kunstrichtung, bei der es auf die schöpferische Idee ankommt. Fluxus wurde von Avantgardekünstlern wie George Maciunas, John Cage, Mary Bauermeister, Yoko Ono, Joseph Beuys, Wolf Vostell und Nam June Paik geprägt. Zur Ausstellung entstand eine Dokumentation, die im Internet  unterwww.mailartproject.wordpress.com zu finden ist. 


MailArt: Konzeptkunst und Mittel des Widerstands

Der Begriff MailArt wurde 1971 von dem Kunstkritiker und Kurator Jean-Marc Poinsot geprägt, aber erst nach einem Artikel des Künstlers David Zack 1973 in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift „Art in America“ im Mail-Art-Netzwerk selbst übernommen. Ihre Ursprünge liegen jedoch in der von Ray Johnson gegründeten New York Correspondance School, einem Netzwerk künstlerischer Briefwechsel im Umfeld von Neo Dada, Fluxus, Pop Art und der New Yorker Kunstszene. Als soziales und politisches Medium war MailArt ein Mittel des Widerstands in den Diktaturen Lateinamerikas und Osteuropas. Wie Konzeptkunst umgeht Mail Art die üblichen Verteiler wie Galerien, Kunsthändler oder Museen und ist daher nur schwer kontrollierbar. Daher nahmen einige subkulturelle Gruppen, beispielsweise aus dem Umfeld von Punk und Industrial Music, teil und lieferten Beiträge zum Netzwerk. ks

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