Direkt zum Hauptbereich

Tag der zeitgenössischen Kunst in Italien

Das italienische Fest für die zeitgenössische Kunst entfaltet seit dreizehn Jahren eine beeindruckende Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen. Die von der Vereinigung italienischer Museen für zeitgenössische Kunst (AMACI) initiierte Initiative verbindet 24 AMACI‑Museen mit über tausend weiteren Orten im ganzen Land und schafft ein Netzwerk, in dem neue künstlerische Impulse sichtbar werden. Ausstellungen, Workshops und künstlerische Begegnungen bilden ein lebendiges Panorama aktueller Positionen, das die Bedeutung zeitgenössischer Kunst in Italien eindrucksvoll hervorhebt.

Zu diesen Veranstaltungen gehört eine Ausstellung, die im Rahmen einer AMACI‑Studie zum Tag der zeitgenössischen Kunst von der Kuratorin Andreina Argiolas in Cagliari auf Sardinien vorbereitet wurde. Vom 14. bis 21. Oktober werden dort Arbeiten präsentiert, die die Vielfalt internationaler zeitgenössischer Kunst reflektieren. Unter den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern befindet sich auch Lars Schumacher, dessen Beiträge die Verbindung zwischen interaktiver Kunst, sozialer Kommunikation und künstlerischer Forschung sichtbar machen. Die Ausstellung vereint Positionen aus Italien, Deutschland, Spanien, Uruguay, Brasilien, den USA, Griechenland, Dänemark, Serbien und weiteren Ländern und zeigt damit die internationale Strahlkraft des Projekts.

Die Liste der Teilnehmenden – darunter Tiziana Baracchi, John M. Bennett, Reiner Langer, Sabine Remy, Sabela Baña, Lotus Lanzarote, Dòrian Ribas Marinho, Roberto José do Nascimento, Dragana Vesovic, Mina Vesovic und viele weitere – verdeutlicht die kuratorische Ausrichtung: Kunst wird als globaler Dialog verstanden, als ein Gefüge aus individuellen Handschriften, kulturellen Hintergründen und gemeinsamen ästhetischen Fragestellungen. Die Ausstellung in Cagliari fügt sich damit in eine Tradition ein, die seit den 1960er‑Jahren durch Netzwerke wie Fluxus und Mail Art geprägt wurde und heute in einer erweiterten, postdigitalen Form weiterwirkt.

Parallel dazu widmet sich das Ventuno Museum in Turin einer Forschungsplattform, die die Zukunft des Museums im Zeitalter der postdigitalen Kunst untersucht. Internationale Forscherinnen und Forscher reflektieren dort grundlegende Fragen, die für die kuratorische Praxis weltweit richtungsweisend sind: Wie entwickelt sich das Museum als Institution in einer Zeit, in der physische und digitale Räume miteinander verschmelzen? Welche neuen Formen des Sammelns, Bewahrens und Vermittelns entstehen? Wie verändert sich die Beziehung zwischen Museum und Öffentlichkeit, wenn Kunst zunehmend in vernetzten, fluiden Systemen erlebt wird?

Diese Fragen berühren zentrale Aspekte der zeitgenössischen Kunstgeschichte und eröffnen Perspektiven auf die Rolle des Museums als Ort der Forschung, der Begegnung und der kulturellen Orientierung. Die Diskussionen in Turin stehen damit in engem Zusammenhang mit den Projekten in Cagliari: Beide Initiativen zeigen, wie Kunst heute verstanden wird – als dynamisches, interaktives und global vernetztes Feld, das sich ständig weiterentwickelt und neue Formen der Wahrnehmung hervorbringt.

In dieser Verbindung von internationaler Zusammenarbeit, kuratorischer Forschung und zeitgenössischer Praxis entfaltet sich ein Bild, das sich nahtlos in die Diskurse großer Museen einfügt. Die Projekte zeigen, wie Kunst heute wirkt: offen, vernetzt, dialogisch und getragen von einer ästhetischen Haltung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Eine dieser rund 1000 Veranstaltungen ist eine Ausstellung im Zusammenhang mit  einer Amaci Studie zum Tag der zeitgenössischen Kunst die von der Kuratorin Andreina Argiolas in Cagliari auf der Insel Sardinien vorbereitet wurde. Vom 14. bis zum 21. Oktober sind dort zeitgenössische Arbeiten zu sehen bei denen ich, Lars Schumacher als deutscher Künstler mit einigen Arbeiten vertreten bin. Weitere ausstellende Künstler sind:  Meral Agar (Turchia) - Carmela Amenta - Luigi Angius - Anonimo - Andreina Argiolas - Emanuela Asquer - Pietrina Atzori - Bambini del Comune di Mioglia - Sabela Bana (Spagna) - Tiziana Baracchi - John M. Bennett (Usa) - Mirella Bendini - Maria Victoria Ramirez Boné (Uruguay) - Cecilia Bossi - Claudio Brai - Flavia Canè - Angela Caporaso - Cristina Casu - Maria Teresa Cazzaro - Bruno Chiarlone - Maria Chorianopoulou (Grecia) - Carlo Cipollini - Antonio Conte e Enzo Correnti - Antonio Conte e Luicia Longo - Contus de Arrejolas - Nanni Coraddu - Eleonora Cumer . Giuliano Deiana - Francesca Dessanay . Marcello De Vecchi - Mimmo Di Caterino e Barbara Ardau - Raffaella Direnzo - Cinzia Farina - Ilde Gadoni - Graziana Giunta - Rebecca Guy Ver (Inghilterra) - Fabrizio Antonio Ibba - Caterina Lai - Reiner Langer (Germania) Piero Ligas - Lotus Lanzarote (Spagna) - Luna Bisonte (Usa) - Maby Col - Antonella Macis - Dòrian Ribas Marinho (Brasile) - Giovanna Marini - Stefano Masili - Antonia Castellò Mayol (Spagna) - Virginia Milici - Morice Marcuse - Roberto José do Nascimento (Brasile) - Vanna Onnis - Walter Pennacchi - Lucio Pintaldi - Anna Maria Pisano - Poul Poclage (Danimarca) - Ptrzia TicTac (Germania) - Eva Rasano - Sabine Remy (Germania) - Roberta Savolini - Roberto Scala - Paolo Picasso - Giovanni e Renata Strada - Paola Toffolon - Dragana Vesovic (Serbia) - Mina Vesovic (Serbia).zu sehen.


Beliebte Posts aus diesem Blog

Neue Horizonte - Ausstellung in der Mongolei

New Horizons entfaltet sich als ein transkontinentaler Begegnungsraum, in dem zeitgenössische Kunst zur treibenden Kraft kulturellen Verstehens und gemeinsamer Imagination wird. Unter der kuratorischen Leitung von Dr. Müberra Bülbül und der Koordination von Davaasambuu Batnasan versammelt die Ausstellung am 8.–9. Juli 2026 in der Mongol Art Gallery in Ulaanbaatar Künstlerinnen und Künstler aus Asien und Europa, um zu zeigen, wie künstlerische Praxis Grenzen überschreiten und neue Räume des Dialogs eröffnen kann. Eingebettet in die kulturellen Festivitäten der Mongolei versteht sich das Projekt als Einladung, Kunst als universelle Sprache zu begreifen – als Medium, das Welten verbindet und unterschiedliche Perspektiven miteinander in Resonanz bringt. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler – darunter Doris Bocka, Mustafa Bülbül, Thomas Hillebrand, Lars Schumacher, İwa Kruczkowska, Beatriz Ramirez, Brian Testa, Leonor Trindade Sousa, Ayush Dunkhuu, Gan-Ochir Munkhjargal, Namkhaijant...

Finissage „Expanded Field I – Migrating the Colour Fields“

Ein Abend, an dem Chicago und Burgdorf einander näherkamen Die Finissage der Ausstellung „Expanded Field I – Migrating the Colour Fields“ im Kunstraum MITTE37 wurde am 25. Juni zu einem eindrucksvollen Höhepunkt des transatlantischen Symposiums „The Ocean Between 9“. Bereits die Begrüßung durch Kunstraum‑Initiatorin Susanne Schumacher machte spürbar, dass dieser Abend mehr sein würde als ein klassischer Ausstellungsabschluss: Er wurde zu einem Ort der Begegnung, des Austauschs und der künstlerischen Resonanz zwischen Chicago, Burgdorf und Hannover. Ein Wiedersehen – und ein Auftakt voller Energie Symposiumsinitiatorin Marianna Buchwald stellte zu Beginn die anwesenden Künstler*innen vor, deren Werke und Performances die Ausstellung geprägt hatten: Amy Hanks, Daniela Castro, Judith Meyer, Kao Ra Zen, Kathryn Hempel, Kevin B. Chatham, Rychard Syska, Lori Kaplan, Marianna Buchwald, Sarah W. Holmes, Beate Axmann und Takako. Besonders herzlich fiel das Wiedersehen mit Lori Kaplan aus. Ihre ...

mUSE Inspirationsweek 2016

Diese Woche ist es soweit, am Samstag 11.06. 2016 eröffnet die mUSE Inspirationsweek, die bis zum 26.06.2016 Kunst an verschiedenen Orten der Nordstadt von Hannover zeigt. Lars Schumacher ist mit einigen Fotografien auf dem Engelbosteler Damm [bei Foto Genz] zu sehen. Die Serie trägt den Titel "ORTE DER SEHNSUCHT" und ist in Teilen auch auf der Homepage www.larsschumacher.de in der Rubrik "Fotografie" zu sehen. Rund 90 Künstler und viele Einzelhändler, Café's und Lokale laden ein Kunst & Kultur zu genießen. Lassen Sie sich inspirieren...