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"I dream of ..." eine internationale Kunstausstellung

Über 250 Einsendungen aus 30 Ländern sind zur Ausstellung „I dream of … “ bei der Kunstorganisation Cultivative eingereicht worden um die Arbeit gleich an zwei Orten in der Welt zu präsentieren. Ab dem 5. Dezember 2014 werden in der Incline Gallery in San Francisco viele interessante kleinere Arbeiten bis zum 12. Dezember 2014 zu sehen sein. Bereits einige Wochen vorher konnten die Werke Mitte September in dem Freiburger Kunst-und Kulturintiative ArTik (15.09.-18.09.2014 ) angesehen werden. Die einfallsreich gezeichneten, collagierten, gemalten, bedruckten und genähten Postkarten bearbeiten das Thema auf unterschiedlichen Ebenen. Die Künstler beschäftigten sich mit Identitätsfragen, gesellschaftlichen Themen und zeigen dem Betrachter ungewöhnliche, kreative neue Welten auf.

Mail Art entwickelte sich aus der Fluxus-Bewegung der 1960er Jahre zu einer weltweiten Kunstbewegung, die bis heute existiert. Es ist eine Kunstform, wo kleine Arbeiten über die Post versendet werden. Die Ausstellung zeigt Stücke von international bereits etablierte Künstler wie Clemente Padín aus Uruguay mit seinen visuellen Gedicht "Paz = Pan". Er war während der Militärdiktatur in Uruguay (1973-1985) über zwei Jahren wegen seiner Kunst inhaftiert. Ryosuke Cohen aus Japan ist mit einer seiner berühmten Gehirn-Zelle Drucke dabei. Seit 1985 sammelt er Briefmarken von Künstlern auf der ganzen Welt und gibt sie mit einem speziellen Siebdruckverfahren auf einem alten Wachsmatrizendrucker Maschine wieder. Die italienische Tiziana Baracchi nimmt mit einer ursprünglichen Saat von ihren Äpfeln und Palmen plastocollages
teil. Die Ausstellung zeigt auch Werke von San Francisco Mail-Künstler und Autor John Held. Er ist einer der prominentesten Vertreter für Mail Art und produziert beeindruckende Artistamps in verschiedenen Medien. Der deutsche Kunstvermittler Horst Tress erstellte eine seiner einzigartigen "Fluxpost" Briefe für diese Ausstellung. Sein Motto sagt: "Kunst ist ansteckend!" Aus der Region Hannover nehmen Susanne Schumacher mit einer Arbeit aus der Serie „Der Faden der Ariadne“ und Lars Schumacher mit seiner „Front of Stage“ Collage teil, die Depeche Mode Fans aus ganz Europa zeigt.

Die Incline Gallery kann dem nur zustimmen, dass Mail Art eine Viruskunstform ist, hier fand vor kurzem ein erster Mail Art-Workshop statt. Das Engagement der lokalen Bevölkerung war unglaublich. Über 50 Menschen haben ihre eigenen Postkarten mit Bianca Nandzik von Cultivative erschaffen. Bianca Nandzik kuratiert die Ausstellung als Mitglied der Internationalen Union für Mail-Künstler (IUOMA). Ein wichtiger Schwerpunkt der Incline Galerie ist es, auch jungen Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit professionell auszustellen. Die Galerie ist stolz darauf, Werke des ägyptischen Künstlers Mohamed Zakaria zu zeigen.  Schmetterlinge werden mit dem Einsatz von arabischer Kalligraphie in digitalen Kunstwerke eine Verbindung eingehen. Ein weiteres Muss in der Ausstellung ist die Serie von Kristina Zimbakova aus Mazedonien. Ihre Arbeit ist erstaunlich kreativ - Materialien in der Natur gefunden, werden auf die Leinwand gebracht. Das ungewöhnlichste Stück in der Ausstellung ist eine Mediencollage mit vergänglichen Materialien von Pedro Bericat aus Spanien. Es gibt jedoch auch viele weitere Highlights zu entdecken. Wer in diesen Tagen im Westen der USA, in San Francisco unterwegs ist findet hier viele neue kreative Anregungen und ist herzlich eingeladen die Ausstellung zu besuchen.

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